Steuern für freie Autoren – Übersicht für Neulinge

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Steuern für freiberufliche Autoren – Übersicht für Neulinge

Auch als freiberuflicher Autor müssen Steuern gezahlt werden. Wann, wie viel und alles andere über Steuern in diesem Beitrag!

Bevor man die Tätigkeit als freier Autor aufnimmt, muss man sich beim Finanzamt melden. Sie senden Dir einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zu. Dort muss Du gleich die Höhe der Einnahmen angeben. Je nach Höhe zahlt man unterschiedlich viel Steuern. Bis 9744 € im Jahr darf man 2021 steuerfrei dazu verdienen. Das sind immerhin schon 812 € im Monat.

Welche Steuerarten kommen auf einen zu?

Einkommensteuer für Freiberufler

Als freiberuflicher Texter besteht die Pflicht zur Einkommensteuer. Je nach Höhe der Einnahmen wird die Einkommensteuer individuell ermittelt. Dabei wird der Gewinn, also Umsatz minus Ausgaben herangezogen. Je höher der Ertrag ist, desto mehr Steuern muss Du zahlen. Als Richtwert: Ab einem Einkommen von über 57.919 (2021) beträgt der Steuersatz 42 %.

Gewerbesteuer für Texter

Eine Gewerbesteuer muss Du als Freiberufler nicht zahlen. Ein Gewerbe muss man auch nicht anmelden. Außer man handelt mit etwas. Wenn man neben dem Texten ein Buch verkauft, muss ein Gewerbe angemeldet werden. Je nach Höhe der resultieren Einnahmen ist eine Gewerbesteuer zu zahlen. Hierbei gibt es Sonderfälle. Informationen bekommt man dazu beim Finanzamt.

Umsatzsteuer – 7 oder 19 % ?

Auf Waren und Dienstleistungen wird in Deutschland Umsatzsteuer erhoben. Als Texter muss man sie auch zahlen.

Hierbei muss je nach Auftrag die Umsatzsteuer genau aufgeschlüsselt werden. Es gelten zwei Steuersätze, nämlich 19 % und die ermäßigte Umsatzsteuer von 7 %.

Bei Leistungen, bei denen Du der Urheber bist, fällt der ermäßigte Steuersatz (7 %) an. Beispielsweise bei einem Website Text mit eigener Recherche.

Wenn Du Texte optimierst oder ein Buch korrigierst, fallen 19 % Umsatzsteuer an. Vereinfacht gesagt, bei allen Textarten, die Du nicht selbst komplett schreibst.

Bei der sogenannten Umsatzsteuer-Voranmeldung müssen Freiberufler die Beträge getrennt angeben. Und an das Finanzamt abführen.

Vorsteuer für freie Autoren

Vorsteuer ist die Steuer, die man von einem anderen Dienstleister in Rechnung gestellt bekommt.

Wenn man Betriebsausgaben hat, bekommt man dafür eine Rechnung. Die Umsatzsteuer, die darauf gekennzeichnet ist, ist Deine Vorsteuer. Für jede Ausgabe, die Du hast, fällt diese Steuer an. Diese muss auch dem Finanzamt gemeldet werden.

Exkurs: Unterschied Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer?

In Deutschland ist Mehrwert- und Umsatzsteuer oft die gleiche Steuerart. Es ist eine Umschreibung der Umsatzsteuer. Ein Betrieb muss nur den „Mehrwert“ versteuern, also an das Finanzamt abführen.

Wenn das Unternehmen einen Einkauf tätigt, kann dieser Mehrwert mit der sogenannten Vorsteuer verrechnet werden. Das Finanzamt zahlt eine mögliche Differenz zurück. Der normale Bürger ist nicht zur Vorsteuer berechtigt und bezahlt beim Einkaufen die ganze Mehrwertsteuer.

Sonderregelung: Kleinunternehmer

Als Kleinunternehmer kann man sich von der Umsatzsteuer befreien lassen. Voraussetzung ist, dass der Umsatz im ersten Jahr nicht über 22.000 € liegt. Im zweiten Kalenderjahr darf das Einkommen nicht mehr als 50.000 € betragen. Die Beträge sind inklusive der anfallenden Steuern.

Die Umsatzsteuer muss nicht auf der Rechnung angegeben werden. Es muss aber eindeutig gekennzeichnet sein, dass man Kleinunternehmer ist.

Das kann den Nachteil haben, dass Kunden denken, Du wärst unerfahren. Auf der anderen Seite besitzt es den Vorteil, dass Du weniger Zeit in „steuerlichen Dingen“ investieren musst. Am Anfang erleichtert dies enorm den Arbeitsaufwand.

Wenn man sich als Kleinunternehmer nicht von der Steuer befreit. Ist es nötig, sich zwischen der Ist- oder Soll-Besteuerung zu entscheiden. Ist-Besteuerung heißt, das die Steuer erst angemeldet werden muss, wenn der Kunde bezahlt hat. Also das Geld auf dem Konto ist.

Bei der Soll-Besteuerung zählt das Datum der Rechnung und nicht wann die Rechnung vom Käufer beglichen wird. Mit anderen Worten: Wenn der Kunde nicht rechtzeitig das Geld überweist, musst Du zunächst in Vorleistung gehen.

Umsatzsteuer Voranmeldung:

Wenn Du auf die Kleinunternehmerregelung verzichtest, muss Du die Umsatzsteuer in der Rechnung angegeben. Die Umsatzsteuer der einzelnen Rechnungen wird summiert und regelmäßig an das Finanzamt abgeführt.

Dies geschieht über die Umsatzsteuer Voranmeldung. Dabei werden die Ausgaben, also die Vorsteuer und Einnahmen (Umsatzsteuer) gegenüber gestellt. Die Differenz muss an das Finanzamt gezahlt werden.Die Umsatzsteuer Voranmeldung kann online über das Elster-Verfahren geschehen. Bei monatlicher Meldung, ist man verpflichtet das Formular bis zum 10. des Folgemonats abzugeben. Je nach Höhe des Umsatzes gibt es auch eine Quartal oder jährliche Meldung.

Steuerberater oder doch alleine?

Steuer da, Steuer hier, da kann man schnell den Überblick verlieren. Wer sich nicht viel damit beschäftigen möchte, kann sich Hilfe bei einem Steuerberater holen. Allerdings braucht man dies nicht unbedingt.

Wenn man die grundlegenden Begriffe verstanden hat, kann man die Steuer alleine regeln. Als freiberuflicher Autor hast Du nicht allzu viele Ausgaben, sodass man nicht viel rechnen muss.

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