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Steuern für freie Autoren – Übersicht für Neulinge

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Steuern für freiberufliche Autoren – Übersicht für Neulinge

Auch als freiberuflicher Autor müssen Steuern gezahlt werden. Wann, wie viel und alles andere über Steuern in diesem Beitrag!

Bevor Du die Tätigkeit als freier Autor aufnimmst, muss Du Dich beim Finanzamt melden. Sie senden Dir einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zu. Dort muss Du gleich die Höhe der Einnahmen angeben. Je nach Höhe zahlst Du unterschiedlich viel Steuern. Bis 9.984 € im Jahr darfst Du 2022 steuerfrei dazu verdienen. Das sind immerhin 832 € im Monat.

Welche Steuerarten kommen auf einen zu?

Einkommensteuer für Freiberufler

Als freiberuflicher Texter besteht die Pflicht zur Einkommensteuer. Je nach Höhe der Einnahmen wird die Einkommensteuer individuell ermittelt. Dabei wird der Gewinn, also Umsatz minus Ausgaben herangezogen. Je höher der Ertrag ist, desto mehr Steuern muss Du zahlen. Als Richtwert: Ab einem Einkommen von über 58.597 € (2022) beträgt der Steuersatz 42 %.

Gewerbesteuer für Texter

Eine Gewerbesteuer musst Du als Freiberufler nicht zahlen. Ein Gewerbe musst Du nicht anmelden, außer wenn Du mit etwas handelst. Wenn Du neben dem Texten ein Buch verkaufst, muss ein Gewerbe angemeldet werden. Je nach Höhe der resultieren Einnahmen ist eine Gewerbesteuer zu zahlen. Hierbei gibt es Sonderfälle. Informationen bekommst Du beim Finanzamt.

Umsatzsteuer – 7 oder 19 % ?

Auf Waren und Dienstleistungen wird in Deutschland Umsatzsteuer erhoben. Als Texter musst Du sie auch zahlen.

Hierbei musst Du je nach Auftrag die Umsatzsteuer genau aufschlüsseln. Es gelten zwei Steuersätze, nämlich 19 % und die ermäßigte Umsatzsteuer von 7 %.

Bei Leistungen, bei denen Du der Urheber bist, fällt der ermäßigte Steuersatz (7 %) an. Dies ist beispielsweise bei einem Website-Text mit eigener Recherche der Fall.

Wenn Du Texte optimierst oder ein Buch korrigierst, fallen 19 % Umsatzsteuer an. Vereinfacht gesagt, bei allen Textarten, die Du nicht selbst komplett schreibst.

Bei der sogenannten Umsatzsteuer-Voranmeldung müssen Freiberufler die Beträge getrennt angeben. Und an das Finanzamt abführen.

Vorsteuer für freie Autoren

Vorsteuer ist die Steuer, die Du von einem anderen Dienstleister in Rechnung gestellt bekommst.

Wenn Du Betriebsausgaben hast, bekommst Du dafür eine Rechnung. Die Umsatzsteuer, die darauf gekennzeichnet ist, ist Deine Vorsteuer. Für jede Ausgabe, die Du hast, fällt diese Steuer an. Du musst sie auch dem Finanzamt melden.

Exkurs: Unterschied Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer?

In Deutschland ist Mehrwert- und Umsatzsteuer oft die gleiche Steuerart. Es ist eine Umschreibung der Umsatzsteuer. Ein Betrieb muss nur den „Mehrwert“ versteuern, also an das Finanzamt abführen.

Wenn das Unternehmen einen Einkauf tätigt, kann dieser Mehrwert mit der sogenannten Vorsteuer verrechnet werden. Das Finanzamt zahlt eine mögliche Differenz zurück. Der normale Bürger ist nicht zur Vorsteuer berechtigt und bezahlt beim Einkaufen die ganze Mehrwertsteuer.

Sonderregelung: Kleinunternehmer

Als Kleinunternehmer kannst Du Dich von der Umsatzsteuer befreien lassen. Voraussetzung ist, dass der Umsatz im ersten Jahr nicht über 22.000 € liegt. Im zweiten Kalenderjahr darf das Einkommen nicht mehr als 50.000 € betragen. Die Beträge sind inklusive der anfallenden Steuern.

Die Umsatzsteuer musst Du nicht auf der Rechnung angegeben. Es muss aber eindeutig gekennzeichnet sein, dass Du Kleinunternehmer bist.

Das kann den Nachteil haben, dass Kunden denken, Du wärst unerfahren. Jedoch besitzt es den Vorteil, dass Du weniger Zeit in „steuerlichen Dingen“ investieren musst. Am Anfang erleichtert dies enorm den Arbeitsaufwand.

Wenn Du Dich als Kleinunternehmer nicht von der Steuer befreist, ist es nötig, sich zwischen der Ist- oder Soll-Besteuerung zu entscheiden. Ist-Besteuerung heißt, dass die Steuer erst angemeldet werden muss, wenn der Kunde bezahlt hat. Also das Geld auf dem Konto ist.

Bei der Soll-Besteuerung zählt das Datum der Rechnung und nicht wann die Rechnung vom Käufer beglichen wird. Mit anderen Worten: Wenn der Kunde nicht rechtzeitig das Geld überweist, musst Du zunächst in Vorleistung gehen.

Umsatzsteuer-Voranmeldung:

Wenn Du auf die Kleinunternehmerregelung verzichtest, muss Du die Umsatzsteuer in der Rechnung angegeben. Die Umsatzsteuer der einzelnen Rechnungen wird summiert und regelmäßig an das Finanzamt abgeführt.

Dies geschieht über die Umsatzsteuer-Voranmeldung. Dabei werden die Ausgaben, also die Vorsteuer und Einnahmen (Umsatzsteuer) gegenübergestellt. Die Differenz musst Du an das Finanzamt zahlen. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung kann online über das Elster-Verfahren geschehen. Bei monatlicher Meldung, bist Du verpflichtet das Formular bis zum 10. des Folgemonats abzugeben. Je nach Höhe des Umsatzes gibt es auch eine vierteljährliche oder jährliche Meldung.

Steuerberater oder doch alleine?

Steuer da, Steuer hier, da kannst Du schnell den Überblick verlieren. Wer sich nicht viel damit beschäftigen möchte, kann sich Hilfe bei einem Steuerberater holen. Allerdings brauchst Du dies nicht unbedingt.

Wenn Du die grundlegenden Begriffe verstanden hast, kannst Du die Steuer allein regeln. Als freiberuflicher Autor hast Du nicht allzu viele Ausgaben, sodass Du nicht viel rechnen musst.

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